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Schock nach Anschlagswelle in Pakistan

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Schock nach Anschlagswelle in Pakistan

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Pakistan am Tag nach der Attentatsserie: Die Zahl der Toten ist nach Polizeiangaben auf mindestens 114 gestiegen. Mehr als 230 Menschen seien verletzt worden. Sunnitische Extremisten bekannten sich zu den Anschlägen auf die schiitische Minderheit in der
Stadt Quetta.

Ein Attentäter sprengte sich in einer Billiardhalle in einem Schiiten-Viertel in die Luft. Als Hilfe eintraf, detonierte eine Autobombe. Quetta ist die Hauptstadt der Unruheprovinz Belutschistan. Auch in der Stadt Mingora, im nordwestlichen Swat-Tal ereignete sich ein Anschlag auf ein islamisches Zentrum.

“Das ist grausam”, erklärt ein Einwohner. “Nichts könnte schlimmer sein. Ein Muslime übt einen Anschlag auf einen anderen Muslimen aus. Was könnte schlimmer sein? Schauen Sie sich nur an, was die in unserer Stadt angerichtet haben.”

Ein anderer Mann sagte: “Ich forderte den Armeechef General Kayani auf, sein Truppen ins ganze Land zu entsenden und dieser Regierung ein Ende zu setzen. Wir wollen das nicht mehr. So viele Familien wurden zerstört.”

In Belutschistan kämpfen vor allem ethnische Gruppen, die mehr Autonomie fordern. Regelmäßig kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten.