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Tschechen wählen erstmals Präsidenten direkt

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In Tschechien wird ein neuer Staatspräsident gewählt. Rund 8,4 Millionen Wahlberechtigte können erstmals direkt über ihren Präsidenten entscheiden. Der bisherige Präsident Vaclav Klaus darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Der neoliberale EU-Kritiker Klaus führte das Land zehn Jahre lang.

Einen klaren Favoriten für seine Nachfolge gibt es nicht. Experten gehen davon aus, dass in einer Stichwahl die Entscheidung zwischen zwei früheren Ministerpräsidenten fallen wird. Der linke Kandidat Milos Zeman führte die tschechischen Sozialdemokraten 1998 zum Wahlsieg und blieb vier Jahre im Amt. Der bürgerliche Kandidat Jan Fischer wurde 2009 als Parteiloser zum Chef einer Übergangsregierung berufen. Überraschungskandidat der Wahl ist der von Kopf bis Fuß tätowierte Theaterprofessor Vladimir Franz.

Mit Spannung wird erwartet, ob
sich der Linksruck bei den Senats- und Regionalwahlen vom Herbst
fortsetzen wird. Die Wahllokale sind noch bis Samstagmittag geöffnet.