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Neuer Konflikt im Westjordanland

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Neuer Konflikt im Westjordanland

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Israel hat ein palästinensisches Protestcamp im Westjordanland räumen lassen. Auf Anordnung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurden rund 250 palästinensische Aktivisten von dem sogenannten E1-Gelände
weggebracht.

Dort plant Israel eine höchst umstrittene jüdische Siedlung zu bauen. Der israelische Polizeisprecher erklärte: “Die Zwangsräumung wurde ausgeführt, nachdem die Regierung und das Gericht die Anordnung dazu gegeben hatte. Die Demonstranten haben sich in einem Gebiet aufgehalten, in dem sie nicht sein dürfen.”

Die Palästinenser fürchten, die Siedlung könne die Pläne für eine Zwei-Staaten-Lösung zunichte machen, da sie einen Ausbau Ost-Jerusalems als künftige Hauptstadt unmöglich machen würde.

Ein Demonstrant unterstrich: “Das ist ein System der Apartheid. Sie erlauben israelischen Siedlern hier illegal auf gestohlenem Land zu bleiben und sie nehmen uns fest, die Palästinenser, die sich ohne Gewalt gegen die Siedlungen wehren.”

Die israelische Regierung hatte im November Pläne zum Bau der neuen Siedlung in der Zone E1 angekündigt. Sie reagierte damit auf die Anerkennung Palästinas als UN-Beobachterstaat und war dafür weltweit kritisiert worden.