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Somalische Milizen erklären zweiten französischen Soldaten für tot

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Somalische Milizen erklären zweiten französischen Soldaten für tot

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Nach der missglückten Geiselbefreiung in Somalia ist ein zweiter französischer Soldat gestorben. Nach Angaben der Al-Schabaab-Milizen, die die Geisel und den Soldaten in ihrer Gewalt hielten, erlag er seinen Schussverletzungen von der gescheiterten Aktion am Wochenende. Die Geisel, ein Geheimdienstmitarbeiter, ist nach Auffassung der französischen Regierung wahrscheinlich auch nicht mehr am Leben. Ein Soldat war schon in der Nacht vom Freitag zum Samstag bei dem Kommandounternehmen in Buula-Marer getötet worden, sowie 17 Somalier,
 
 
darunter Schabaab-Kämpfer, wie das französische Verteidigungsministerium bilanzierte. Der zweite Soldat war zunächst als vermisst gemeldet worden. Die Befreiungsaktion sei gut einen Monat lang geplant worden. Sie wurde nach Angaben des amerikanischen Präsidenten auch vom US-Militär technisch unterstützt: Amerikanische Kampflugzeuge seien in den somalischen Luftraum eingedrungen, um nötigenfalls einzugreifen. 
 
Die Al-Schabaab-Milizen erklärten, die Geisel sei immer noch am Leben und weiter in ihrer Gewalt. Der Geheimdienstmitarbeiter war vor 3 1/2 Jahren in Somalia gefangengenommen worden.