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Elektronikmesse in Las Vegas

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Elektronikmesse in Las Vegas

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Die diesjährige CES war die größte in der jahrzehntelangen Geschichte dieser Messe. Mehr als 3200 Aussteller waren nach Las Vegas gekommen und zeigten mehr als 20.000 neue Produkte: Mobiltelefone, Tablet-Computer, LCDs, LEDs, PCs, Kopfhörer, Lautsprecher, Anwendungen und vieles mehr.

Eines der Highlights ist ein Tablet wie aus Papier: Der erste flexible Papiercomputer sei das, sagen die Entwickler. Das britische Unternehmen “Plastic Logic” hat das leichte Plastikdisplay hergestellt, in Partnerschaft mit Intel und dem Human Media Labor der kanadischen Queens Universität. Dessen Direktor ist Roel Vertegaal:

“Was wir hier haben, ist der erste Papiercomputer der Welt. Er besteht aus einem 10,7 Zoll großen elektrophoretischen Bildschirm, der von Plastic Logic hergestellt wird. Und im Human Media Labor haben wir den Bildschirm mit Biegungssensoren versehen. Auf diese Weise erhält man einen Computer, mit dem Sie umgehen können wie mit dem Papier auf ihrem Schreibtisch. Schauen Sie nur, wie dünn er ist.”

Ein Nutzer kann für eine größere Ansicht zwei Papiertabs zusammenlegen. Es ist sehr einfach, über mehrere dieser haudünnen Geräte hinweg zu zeichnen oder Darstellungen herüberzuziehen – wie mit Papier, betont Vertegeaal.

“Wenn ich auf das Display klopfe, zeigt es mir meine Email, die oberste Mail. Wenn ich antworten will, biege ich das Display. Hier ist die Antwort. Da wird um ein Babyfoto gebeten. Hier habe ich eins. Also klopfe ich auf das Bild und – rumms – weg ist es in der Cyberwelt.”

Der Mobiltelefonriese Samsung enthüllt den Prototyp eines flexiblen Smartphones, das Sie biegen können – und auffalten, dass es Tabletgröße hat. Brian Berkeley ist Senior Vice President des Samsung San Jose Display Lab:

“Ein hochaufgelöstes Display auf extrem dünner Plastikschicht hat unser Team geschaffen; es zerbricht also nicht, wenn es herunterfällt, und wir können den Bildschrim sogar biegen.”

Die Anzeige ist nicht nur vorn: Der Text kann auch um die Seiten des Geräts herumlaufen.

Ihre Videoaufnahmen können Sie künftig auch mit Drohnen machen, mit ferngesteuerten kleinen Fluggeräten, die Ihnen die Vogelperspektive bieten.
An Bord befindet sich eine hochauflösende Kamera.
Julien Galou ist Produkt-Manager des Herstellers Parrot.

“Das AR Drone 2.0 ist ein Hubschrauber, der mit Smartphone oder Tablet gesteuert wird, also per iOS oder Android. Man sendet ein Wi-Fi-Signal. Die kostenlose Anwendung wir heruntergeladen. Das Gerat wird gesteuert, indem man das Tablet in der einen oder anderen Richtung neigt.”

Nach dem Flug können die Videos zu beliebten Videoseiten wie YouTube und Facebook hochgeladen werden, ebenfalls mit der AR-Drone-Anwendung. Das Gerät hat – je nach Wi-Fi-Verbindung – einen Aktionsradius von etwa 50 Metern.

Smarte Geräte sind auch für Hobbygärtner nützlich. Ein kleiner Stab im Boden namens Flower Power könnte Ihrer Pflanze das Leben retten, sagt Peter George von Parrot:

“Wir haben hier unseren neuen Flower Power Pflanzensensor. Das ist im Grunde ein smarter Blootooth-Sensor mit geringem Energieverbrauch. Er misst Sonnenlicht, Temperatur, Feuchtigkeit und Düngerkonzentration. Der Sensor kann innen und außen eingesetzt werden. Die Messung erfolgt alle 15 Minuten.”

Und die App auf dem iPad oder Tablet verfügt über eine Datenbank mit mehr als 600 Planzen. Wenn Sie den Namen ihrer Pflanze nicht genau kennen, sucht ihn die App nach den Kriterien Farbe und Blüte.

Das Gerät hält seine Informationen über die Gesundheit der Pflanze und seine Umwelt auf dem neuesten Stand.