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Pakistans Oberster Gerichtshof ordnet Festnahme des Premiers an


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Pakistans Oberster Gerichtshof ordnet Festnahme des Premiers an

Der Oberste Gerichtshof Pakistans hat die Festnahme von Premierminister Raja Pervez Ashraf wegen Korruptionsverdachts angeordnet. Es geht laut Medienberichten um Vorwürfe aus Ashrafs Zeit als Minister für Wasser und Elektrizität. Das Gericht gab den Behörden 24 Stunden Zeit, Ashraf und mehr als ein Dutzend weitere betroffene Personen festzunehmen.

Die Regierung steht von mehreren Seiten unter Druck: Zehntausende Pakistaner folgten dem Revolutionsaufruf eines muslimischen Geistlichen in der Hauptstadt Islamabad. Der erst vor kurzem aus dem kanadischen Exil zurückgekehrte Kleriker Muhammad Tahir ul Qadri fordert ein Ende der Korruption und kompetente Politiker. Er hatte der Regierung bis zu diesem Dienstag ein Ultimatum zur Auflösung des Parlaments gestellt und will vor dem Gebäude ausharren, bis seine Forderung erfüllt ist.

Die Auflösung des Parlaments steht aber ohnehin in Kürze an, zum Ende der Legislaturperiode im März schreibt die Verfassung dies vor. Danach führt eine Übergangsregierung die Geschäfte, bis zu den nächsten Wahlen und Bildung einer neuen Regierung.

Bei der Massenkundgebung in Islamabad wurde die Lage nach stundenlangem friedlichen Protest angespannter: Die Polizei versuchte, die Menge mit Schüssen in die Luft und Tränengas auseinanderzutreiben, Demonstranten bewarfen Polizisten mit Steinen.

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