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Regierungskrise in Pakistan

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Regierungskrise in Pakistan

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Pakistans Premierminister Raja Pervez Ashraf soll unverzüglich festgenommen werden. Das ordnete der Oberste Gerichtshof des Landes an. Er wird verdächtigt, in seiner Zeit als Energieminister von Stromfirmen Schmiergeld angenommen zu haben. Von dem Geld soll er sich Immobilien in London gekauft haben.

Ashrafs Umfeld vermutet eine Verschwörung und behauptet, das Militär und der Oberste Gerichtshof würden den Zusammenbruch der Regierung vorantreiben.

In Karatschi, der größten Stadt Pakistans, sind viele Menschen die Korruption leid: “Die Entscheidung des Obersten Gerichts ist richtig. Der Premierminister hätte schon viel früher zurücktreten sollen. Er hat diesen Posten sowieso nicht verdient. Er ist in Korruptionsaffären verstrickt und als Energieminister hat er Geld gestohlen.” Ein anderer Passant sagte: “Man hätte ihn schon längst festnehmen sollen. Ihn und seine Komplizen, die das Geld des Landes unterschlagen haben. Das Oberste Gericht sollte so schnell wie möglich seine Ankündigung in die Tat umsetzen.”

Die Legislaturperiode in Pakistan läuft im März ab. Dann übernimmt laut Verfassung eine Übergangsregierung für 60 Tage, um
Parlamentswahlen vorzubereiten.