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Nahrungsmittel als Kunst

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Nahrungsmittel als Kunst

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Äpfel und Gurken oder in Folie eingewickeltes Hackfleisch: Das sind die Motive des Berliner Fotokünstlers Michael Schmidt. Seit 2006 fotografiert er Fischfarmen, Großbäckereien und andere Anlagen der Nahrungsmittelindustrie. Als Grund nennt er den Verlust des Lebensmittelbewusstseins des modernen Menschen. Seine Sicht ist geprägt von äußerster Klarheit und Härte.

“Ja ich bin, realistisch, das ist richtig. Aber ich glaube, trotz alledem hinter die Fassade blicken und nicht vordergründig konkret sind.”

Für das Projekt brauchte er vier Jahre. Es änderte seine eigene Einstellung zur Ernährung.

“Da wir gerne kochen, bzw meine Frau, und wir gerne essen, hat sich schon vorher das Verhältnis zu den Produkten geändert. Man muss schon genau gucken, um gute Produkte zu bekommen und zum Beispiel Fleisch kaufen zu können, was nicht eingeschweißt ist. Das hat immer so einen säuerlichen Touch.”

Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau hat gerade begonnen und dauert bis zum 1. April.