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Wahlkampf auf Italienisch: Berlusconi greift EU an

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Wahlkampf auf Italienisch: Berlusconi greift EU an

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Rund fünf Wochen vor den Parlamentswahlen in Italien versucht der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi an Boden zu gewinnen, u.a. mit Angriffen auf die Europäische Union.

Das Europaparlament unterstützt eher den scheidenden Regierungschef Mario Monti, der sich im vergangenen Jahr einen Namen als Reformer gemacht hat.

Euronews führte ein Interview mit Berlusconi. Die italienische Journalistin Gardenia Trezzini sagte: “Joseph Daul, der Vorsitzende der Fraktion der Europäischen Volkspartei, sagt, ihr Kandidat sei Monti.” Berlusconi erklärte daraufhin: “Daul ist nur einer der 14 Vizepräsidenten dieser Partei. Vielleicht verfolgt er eigene Interessen. Ich möchte Sie auch daran erinnern, dass er besser Deutsch als Französisch spricht, weil er aus Straßburg stammt. Er möchte sich nur anbiedern, um seine politische Karriere voranzutreiben.”

Trezzini versuchte dann Berlusconi zu Daul, zu EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und zu Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker zu befragen.
Der “Cavaliere” antwortete, dass diese Personen keine geachteten Akteure in Europa seien.

Monti konterte unterdessen, Berlusconi sei nichts weiter als ein Rattenfänger. Er habe bereits drei Mal die Italiener mit dem Versprechen Steuern zu senken hereingelegt.

Das von Pier Luigi Bersani angeführte Mitte-Links-Bündnis liegt in den Umfragen rund 10 Prozentpunkte vor Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis.