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Algerien: Geiselnehmer fordern Ende der Mali-Mission

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Algerien: Geiselnehmer fordern Ende der Mali-Mission

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Islamistische Terroristen wollen mit einer Geiselnahme in Algerien den Mali-Einsatz der französischen Armee stoppen. Nach Angaben der mauretanischen Nachrichtenagentur AMI fordern die Männer ein Ende des Militäreinsatzes. Mutmaßliche Al-Kaida Kämpfer hatten am Mittwoch ein Gasfeld überfallen. Sie halten dort nach wie vor 41 Menschen gefangen. Die Geiseln stammen u.a. aus Irland, Norwegen und den USA.

“Die Geiselnehmer wollen die Region verlassen und das Land, aber sie wollen ihre Gefangenen mitnehmen”, so Innenminister Dahou Ould Kablia. “Und das, das kann ich ihnen versichern, wird die algerische Regierung nicht akzeptieren.” Der Innenminister betonte, die algerische Regierung werde nicht mit den Geiselnehmern verhandeln. Nach seinen Informationen wird die Terrorgruppe von dem einäugigen Islamisten Moktar Belmoktar angeführt.

“All das steht im Zusammenhang mit unserem Militäreinsatz”, so Frankreichs Präsident Francois Hollande. “Der Einsatz, an dem Frankreich, die afrikanischen Staaten aber auch andere Länder beteiligt sind und den wir die Misma-Mission nennen. Und deren Ziel es ist Malis territoriale Einheit so schnell wie möglich wiederherzustellen.”
Die Geiselnahme war offenbar eine Reaktion auf die Entscheidung der algerischen Regierung, den Luftraum des Landes für die französische Luftwaffe zu öffnen.