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Algerische Armee greift besetztes Gasfeld an

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Algerische Armee greift besetztes Gasfeld an

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Die algerische Luftwaffe hat das am Mittwoch von Islamisten besetzte Gasfeld im Südosten Algeriens angegriffen. Die Regierung bestätigte am Nachmittag, dass eine derartige Operation im Gange sei. Dabei kamen nach ersten Agenturberichten 34 Geiseln und 15 Geiselnehmer ums Leben, darunter auch Ausländer und der Anführer der Kidnapper. 180 algerische Geiseln sollen es geschafft haben, zu entkommen.

Der mauretanischen Nachrichtenagentur ANI zufolge fand der Luftangriff statt, als die Geiseln in ein anderes Gebäude transportiert werden sollten.
Vor dem Angriff hatte ein algerischer Sender schon am Morgen berichtet, dass mehr als vierzig Geiseln die Flucht gelungen sei. Die Geiselnehmer hatten von 41 Ausländern und Scharen von Einheimischen gesprochen, die sich in ihrer Gewalt befänden. Ein Sprecher der Islamisten drohte, die restlichen Geiseln hinzurichten, falls die algerische Armee sich nähere.

Die algerische Regierung hat jegliche Verhandlungen ausgeschlossen. Hinter der Geiselnahme steht eine Al-Kaida-nahe Gruppierung. Die Geiselnehmer fordern ein Ende des
französischen Militäreinsatzes in Mali.