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Französische Geisel in Somalia getötet

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Französische Geisel in Somalia getötet

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Die islamistische Al-Schabaab-Miliz in Somalia hat nach eigenen Angaben eine französische Geisel exekutiert. In der Nacht zum Samstag hatten französische Eliteeinheiten erfolglos versucht, den Mann zu befreien. Danach hatte Frankreich erklärt, er sei wahrscheinlich schon bei der missglückten Befreiungsaktion getötet worden. Zwei französische Soldaten und mehrere Somalier kamen dabei ebenfalls ums Leben.

Die Schabaab-Milizen erklärten hingegen an diesem Donnerstag auf Twitter, die Geisel am Mittwochnachmittag hingerichtet zu haben. Der Mann hinterlässt seine Frau und drei Kinder. Er war französischer Geheimagent und im Juli 2009 auf offizieller Mission zur Ausbildung somalischer Polizisten in der Hauptstadt Mogadischu mit einem Kollegen entführt worden. Der Kollege konnte später fliehen.

Die al-Schabaab-Milizen hatten seitdem unter anderem gefordert, dass Frankreich seine Unterstützung für die somalische Regierung beendet, und dass die afrikanischen Friedenstruppen aus Somalia abziehen. Die Milizen, die sich Al-Kaida angeschlossen haben, wollen einen islamischen Staat und die Scharia durchsetzen. Sie kontrollieren vor allem ländliche Gebiete im Süden und Zentrum Somalias.