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Neuer Klebstoff soll Knochenbrüche kitten

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Neuer Klebstoff soll Knochenbrüche kitten

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In Schweden haben Forscher einen Klebstoff entwickelt, der Knochenbrüche schneller heilen lassen soll. 14 Jahre hat ein Team am Königlichen Institut für Technologie in Stockholm an der Erfindung gearbeitet. Der Kleber soll verletzte Knochen kitten – und Metall und Schrauben in Zukunft überflüssig machen.
Hans Von Holst, Professor und Neuroingenieur am Königlichen Institut für Technologie, erklärt:
“Wenn wir diesen Klebstoff verwenden, braucht der Patient keine Narkose. Eine lokale Betäubung genügt. Der Eingriff wird kürzer und er wird vor allem für ältere Menschen mit weniger Komplikationen verbunden sein. “

Nach schwierigen Brüchen, etwa in der Wirbelsäule oder im Schädel, werden Knochen oft mit Schrauben oder Nägeln zusammengefügt, die dann in einem zweiten Eingriff wieder herausgenommen werden. Doch besonders ältere Patienten scheuen den zweiten Eingriff – und tragen die Metallteile oft ein Leben lang im Körper.

Hans Von Holst: “Bisher mussten Erwachsene nach dem Eingriff etwa eine Woche im Krankenhaus bleiben und konnten drei Monate lang nicht zur Arbeit.
Mit dem Klebstoff werden Patienten künftig noch am gleichen oder nächsten Tag das Krankenhaus verlassen und zwei oder drei Tage später wieder zur Arbeit zurückkehren können.”

Allerdings muss noch getestet werden, ob der Knochen-Klebstoff toxische Stoffe enthält, die der Gesundheit des Patienten schaden könnten. Besteht der Kleber den Test, könnten dieses Jahr bereits die ersten Knochen damit gekittet werden.