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Algerien: Geiselnahme auf Gasfeld dauert an

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Algerien: Geiselnahme auf Gasfeld dauert an

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Das algerische Militär hat bislang offenbar nur einen Teil der von Islamisten erstürmten Gasanlage unter seine Kontrolle gebracht. Wie die staatliche Nachrichtenagentur APS berichtete, sei der Wohnbereich befreit. Die Produktionsstätten seien weiter in der Hand der Islamisten. Das Militär habe die Fabrikanlagen umstellt.

Am Donnerstag hatten die Sicherheitskräfte die mutmaßlichen Al-Kaida Kämpfer angegriffen, die sich mit Dutzenden von ausländischen Geiseln auf dem Gasfeld verschanzten. Bei der Militäraktion sollen 30 Geiseln und 11 Islamisten getötet worden sein.

“Durch die Aktion ist eine erhebliche Zahl von Terroristen neutralisiert worden”, so der algerische Informationsminister. “Und eine erhebliche Zahl von Geiseln wurde befreit. Unglücklicherweise sind auch einige Tote und Verwundete zu beklagen. Im Augenblick gibt es keine verlässlichen Zahlen. Sobald wir Genaueres wissen, werden wir es mitteilen.”

Die Nachrichtenagentur APS meldete unterdessen, dreißig algerischen Arbeitern sei die Flucht von der Anlage gelungen. Hinter der Geiselnahme soll, nach algerischen Angaben, die Organisation Al-Kaida im islamischen Maghreb stehen. Japan und Norwegen kritisierten unterdessen die algerische Informationspolitik und beklagten, dass sie vorab nicht über die Militäraktion informiert wurden.