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Cappuccino, islamisch

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Cappuccino, islamisch

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Eine schicke Espresso Bar, im Mai eröffnet, hat in Ägypten Diskussionen über das kulturelle Klima entfacht. Im “D. Cappuccino” in Kairo trinken alle denselben Kaffee, allerdings in drei Gruppen sortiert. Frauen, Männer und Familien sind durch Glasscheiben voneinander getrennt.

Das sei die erste islamische Kaffee-Bar, argwöhnen Gegner der islamistischen Regierung von Präsident Mohamed Mursi.

“Sollen sie doch sitzen, wie sie wollen”, sagt die Journalistin Jihad Amin über die Sitzordnung, wie sie in Cafés in Golfstaaten wie Saudi Arabien üblich ist. Das sei auch ein Zeichen von Toleranz.

“Das Café passt gut zu unserer aktuellen Gemütslage,” meint ein jugendlicher Kunde.
“Ruhige islamische Musik, die Trennung von Frauen und Männern macht keine Probleme.”

Mohammed Shaikhibrahim, euronews:

“Als die Islamisten an die Macht kamen, begann sich die ägyptische Gesellschaft zu verändern – das geht bis zum Entstehen solcher Cafés. Es arbeitet nach den Gesetzen des Islam. Möglich, dass das nur der Anfang ist von einem veränderten Ägypten. “