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Es war ein langer Weg für den ehemaligen Rad-Star Lance Armstrong, zuzugeben, was die halbe Welt ohnehin wusste. Dass er jahrelang gedopt hatte. Vor seinem Geständnis bei Oprah Winfrey klang er noch ganz anders. “Ich wäre verrückt, mich zu dopen”, tönte er 1999. Nach seinem siebten Tour de France Sieg 2005 sagte er, sein Erfolg habe lediglich mit harter Arbeit zu tun. Und noch Im Juni des vergangenen Jahres ließ er auf seiner Homepage wissen: “Ich habe nie gedopt”. Gegen seiner Kritiker war er stets mit brutaler Härte vorgegangen. Juristisch und medial.

Immerhin können die sich nun nach Jahren bestätigt sehen, wie etwa Tyler Hamilton. Alle hätten von Armstrongs Doping gewusst, meint er, aber man habe es von Armstrong selbst hören wollen, so Hamilton. Der Radsportweltverband UCI begrüßte das Geständnis, allerdings steht Verbands-Boss Denis McQuaid im Zusammenhang mit dem Skandal selbst massiv in der Kritik, es bleibt abzuwarten, was das Armstrong-Beichte für ihn bedeutet.

Für den Tour-de-France-Direktor Christian Prudhomme wiederum ist Armstrong bereits Geschichte: “Es ist besser als vor ein paar Jahren. Was heute passiert ist, gehört zur Vergangenheit. Armstrong ist Vergangenheit. Natürlich muss er die Strafe akzeptieren, aber all das gehört der Vergangenheit an. Der Radsport hat sich bereits verändert, heute sprechen die Menschen über ein altertümlich gefärbtes Bild der Vergangenheit, das wir jetzt sehen.”

Viele Beobachter bezweifeln, dass Armstrong das Doping wirklich bereut. Vielmehr scheint ihn zu ärgern, dass es aufflog, sagen einige. Der Bund deutscher Radfahrer kritisierte die Armstrong-Beichte als heiße Luft. Er habe nur gestanden, was ohnehin belegt war.

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