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Landtagswahl in Niedersachsen: Über Hannover nach Berlin

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Landtagswahl in Niedersachsen: Über Hannover nach Berlin

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Die deutsche Bundeskanzlerin kam nach Oldenburg, um schnell noch ein bisschen Glanz abzustrahlen: Zwei Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen steht Angela Merkels Union bundesweit bei 42 Prozent – drei Punkte mehr als Rot-Grün.

Ím Landtag in Hannover steht es dagegen Spitz auf Knopf. Hier kommen nach letzten Umfragen Rot-Grün wie auch die regierende schwarz-gelbe Koalition auf je 46 Prozent.

Seit Merkels Wiederwahl 2009 war das christlich-liberale Lager bei Landtagswahlen wenig erfolgreich. Große Länder wie Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gingen an SPD und Grüne
verloren. Die FDP flog aus vielen Landesparlamenten.

David McAllister, Ministerpräsident von Niedersachsen:

“Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert. Wir sind alle elektrisiert. Nachdem wir so stark aufgeholt haben, wo wir jetzt dabei sind, zu überholen, steht fest: Wir wollen siegen und wir werden siegen am 20. Januar.”

Dazu braucht er aber den Koalitionspartner FDP. Und die steht genau bei den für den Landtagseinzug kritischen fünf Prozent.

McAllister, Sohn eines schottischen Vaters und einer deutschen Mutter, hatte das Amt 2010 übernommen, nachdem der damalige
Ministerpräsident Christian Wulff zum Bundespräsidenten gewählt worden war.

Eine offene Wahl.

Auch für die SPD, die mit den Grünen bis vor Kurzem in den Umfragen knapp vorne lag. Im Bund stürzte die SPD seit der Nominierung des Spitzenkandidaten Peer Steinbrück von knapp 30 auf zuletzt nur noch 23 Prozent ab. Der Umfragewert in Niedersachsen: 33 Prozent.

Die Linke und die Piratenpartei bleiben nach den Umfragen sicher draußen – da könnten die Grünen zu den Königsmachern werden. Sie arbeiteten sich von acht Prozent im aktuellen Landtag auf 13 Prozent in den Umfragen hoch.

Ein spannender Wahlabend zwischen Aurich und Wolfenbüttel.

Mit dpa, Reuters