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Syrien: Sterben ohne Zeugen

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Syrien: Sterben ohne Zeugen

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“Gott ist größer, ruft ein Mann in Homs, Syrien, in das Mikrophon eines Amateur-Kameramanns, “das sind unschuldige Kinder.” Und “das sind MiG-Luftangriffe.” Am Donnerstag hatte die
Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter
106 Tote bei einer Razzia in der Provinz Homs gezählt – überprüfen kann das keiner.

Auch Bilder aus Damaskus sollen Zerstörungen nach Luftangriffen zeigen – Menschenrechtsbeobachter kommen am Freitag landesweit auf 125 Opfer des Bürgerkrieges.

Die Bilder aus Aleppo stammen vom staatlichen syrischen Fernsehen. Assad-Gegner hätten eine Rakete auf ein Gebäude abgefeuert. Das Haus in einem Gebiet unter Regierungskontrolle sei zusammengebrochen.

In Aleppo kam auch der belgische Journalist Yves Debay ums Leben, wie ein Rebellen-Video beweisen soll. Er habe vor dem Zentralgefängnis ein Gefecht zwischen den Rebellen und den Truppen von Präsident Baschar al-Assad beobachtet, als ihn eine Kugel der Regierungstruppen traf.

Laut “Reporter ohne Grenzen” sind im syrischen Bürgerkrieg in den vergangenen 22 Monaten mindestens 17 hauptberufliche Journalisten ums Leben und 44 Gelegenheitsreporter.

Mit AFP, Reuters