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Algerien: Blutiges Ende der Geiselnahme

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Algerien: Blutiges Ende der Geiselnahme

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Die Geiselnahme in der Gasförderanlage in der Wüste Algeriens ist blutig zu Ende gegangen. Eine Spezialeinheit der Armee stürmte das von Islamisten besetzte Gasfeld bei In-Amenas. Dabei wurden laut algerischen Presseberichten alle elf Extremisten getötet. Die wiederum sollen zuvor sieben ausländische Geiseln umgebracht haben.

Weiter hieß es, die Soldaten hätten 15 verbrannte Leichen in der Anlage gefunden. Außerdem hätten die Geiselnehmer das Gasfeld vermint und versucht, einen Teil der Fabrik in Brand zu stecken. Das sei von der Armee und Mitarbeitern verhindert worden.

Die Angreifer hatten die Anlage am Donnerstag besetzt und zahlreiche Geiseln genommen. Sie forderten unter anderem ein Ende des internationalen Militäreinsatzes in Mali und einen Gefangenenaustausch.

Bereits beim ersten Angriff der Armee wurden am Mittwoch zwölf Geiseln und 18 Dschihadisten getötet, so die Regierung in Algier. Gut 650 Menschen konnten bei dem umstrittenen Einsatz befreit werden.

Deutsche waren laut dem Auswärtigen Amt in Berlin nicht unter den Geiseln.