Eilmeldung

Eilmeldung

Geiseldrama in Algerien: "Überall flogen Kugeln herum"

Sie lesen gerade:

Geiseldrama in Algerien: "Überall flogen Kugeln herum"

Schriftgrösse Aa Aa

Drei Tage nach dem Angriff der algerischen Armee auf die von Islamisten gekaperte Gasförderanlage in der Sahara werden einige der befreiten Geiseln in Krankenhäusern behandelt. Das Militär hatte die Anlage am Donnerstag attackiert, 12 Geiseln und 18 Terroristen kamen offenbar ums Leben. Gut 650 Menschen sollen befreit worden sein, unter ihnen auch rund 100 Ausländer.

Eine Ex-Geisel erinnert sich: “Wir wurden von den Sicherheitskräften und der Armee befreit. Wir konnten nicht fliehen, überall flogen Kugeln herum.”

Die Angreifer stammen offenbar aus unterschiedlichen Ländern. Ein Augenzeuge: “Es wurden verschiedene Dialekte und Sprachen gesprochen, Libysch, Tunesisch, Ägyptisch, Mauretanisch und Französisch.”

Laut dem Verteidigungsministerium in Paris soll sich keine französische Geisel mehr in der Gasanlage in Ain-Amenas nahe der libyschen Grenze befinden. Anderen Quellen zufolge haben die Extremisten noch 30 Menschen in ihrer Gewalt. Allerdings sind die derzeitigen Angaben widersprüchlich und unzuverlässig.