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Islamistischer Angriff auf Algeriens Staatskasse

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Islamistischer Angriff auf Algeriens Staatskasse

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Ain-Amenas in der Wüste Algeriens. Hier, nahe der Grenze zu Libyen, ruhen unter dem Sand enorme Rohstoffvorräte. Diese Vorräte an Gas und Öl in der Sahara sind eine der wichtigsten Einkommensquellen für den algerischen Staat. Sie machen fast 90 Prozent der Exporte des Landes aus. Algerien ist der neuntgrößte Gasproduzent weltweit, er versorgt vor allem Europa. Und so trifft der islamistische Angriff auch die Staatskasse Algeriens.

Der Analyst Francis Perrin: “Der Angriff auf Ain-Amenas ist ein Angriff auf das Gas und damit auf die Kronjuwelen Algeriens, des Staates und des staatlichen algerischen Gas- und Ölunternehmens Sonatrach. Das ist eine sehr heftig ausgeführte Kampfansage an den algerischen Staat.”

Seit 2006 sind die Konzerne Statoil aus Norwegen und BP in Ain-Amenas tätig. Jetzt, nach der Islamisten-Attacke, will BP Arbeiter von Anlagen im ganzen Land abziehen.

Peter Mather, UK-Chef von BP: “Wir beginnen eine stufenweise und geplante Reduzierung nicht unbedingt notwendiger Arbeitskräfte und ziehen sie aus dem Land ab.”

Hinter der Attacke auf die Anlage steckt offenbar der einäugige Dschihadist Mokhtar Belmokhtar. Er kündigte weitere Attacken an als Rache für das französische Eingreifen in Mali.