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"Jetzt werden die französischen Unternehmen von hier weg wollen"

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"Jetzt werden die französischen Unternehmen von hier weg wollen"

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In Aménas ist eine Stadt in der Provinz Illizi im Osten Algeriens, rund 30 km entfernt von der libyschen Grenze. Sie hat etwa 5000 Einwohner. 25 km westlich liegt das Gasfeld Tiguentourine, das am Mittwoch von schwer bewaffneten Islamisten
besetzt und am Samstag endgültig von der Armee gestürmt worden war.

Den Bewohnern ist ihre plötzliche Berühmtheit nicht geheuer.

Zwei Meinungen aus In Amenas:

“Jetzt werden all die französischen Unternehmen von hier weg wollen,” sagt ein Mann. “Und ihre Arbeitsplätze nehmen sie mit, das ist das Problem.”

Ein anderer:

“Ist doch klar, dass das die Bürger hier betrifft. Alle Arbeiter aus der Anlage wollen heim. Hier gibt es für sie aber keine Chance, zu arbeiten oder zu leben.”

Bei der Militäraktion gegen die Geiselnehmer
in der algerischen Wüste waren nach offiziellen Angaben insgesamt 55 Menschen getötet worden, 32 Besetzer und 23 Geiseln. Knapp 800 Mitarbeiter seien freigekommen, darunter mehr als 100 Ausländer.

Mit Reuters