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Mali: UN rechnen mit Hunderttausenden Flüchtlingen

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Mali: UN rechnen mit Hunderttausenden Flüchtlingen

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Der Krieg in Mali zwingt immer mehr Menschen zur Flucht, so wie viele Bewohner der umkämpften Stadt Diabali. Malische und französische Truppen eroberten den Ort erst vor kurzem von den Islamisten zurück. Für Zivilisten war kein Platz.

Eine Frau berichtet: “Der Kriegslärm war dort schwer zu ertragen. Es war zu viel. Wir essen nichts, wir sind eingesperrt. Wir waschen uns nicht, seit Tagen haben die Kinder nichts gegessen, wir haben Hunger, deshalb gehen wir. Und ja, es gibt in Diabali weiter Luftangriffe.”

Eine andere Frau sagt: “Die Islamisten haben uns rausgeworfen, um in unseren Häusern zu wohnen. Sie suchen Häuser mit Doppeltüren die breit genug für ihre Autos sind. Sie verstecken sich auch unter Bäumen, verbergen ihre Wagen unter den Ästen.”

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht von bis zu 700 000 Flüchtlingen aus, die meisten würden wohl in benachbarte Länder fliegen, so eine UNHCR-Sprecherin in Genf. Das Hilfswerk baut deshalb die Nothilfe-Kapazitäten in einigen der Nachbarstaaten aus.