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Schwarzgeldskandal erschüttert spanische Volkspartei

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Schwarzgeldskandal erschüttert spanische Volkspartei

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Die regierende spanische Volkspartei wird von einem neuen Korruptionsskandal erschüttert. Wie die Tageszeitung EL MUNDO recherchiert hat, hat Ex-Schatzmeister Luis Barcenas jahrelang führenden Parteifunktionären Schwarzgeld zukommen lassen.

PP-Generalsekretärin María Dolores de Cospedal erklärte, seit ihrem Amtsantritt 2008 seinen derartige Zahlungen nicht vorgekommen. “Dies ist eine bedeutende Partei, die Ehre und Anstand verteidigt. Und wer einen Fehler begangen hat, muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden”, erklärte Cospedal.

Der sozialistische Oppositionsführer Alfredo Pérez Rubalcaba wirft der Regierungspartei Heuchelei vor. Während sie von der Bevölkerung Einsparungen verlange, genehmige sie sich Sonderzahlungen.

“Es gibt viele Zweifel am Führungsstil von Ministerpräsident Rajoy. Ich habe ihn gestern aufgefordert den Spaniern zu erklären, was vorgefallen ist. Heute bestehe ich darauf, dass er sich zeigt und Stellung nimmt”, erklärte Rubalcaba.

Erst vor drei Tagen war ein Schweizer Bankkonto des Ex-Schatzmeisters mit 22 Millionen Euros aufgedeckt worden. Gegen Barcenas sind keinerlei strafrechtliche Ermittlungen anhängig, er beteuert seine Unschuld.

Mehrere hundert Spanier protestierten vor der Parteizentrale der PP.