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Militär stürmt Gasfeld

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Militär stürmt Gasfeld

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Die algerische Armee hat die Geiselnahme in In Amenas gewaltsam beendet. Insgesamt wurden in den letzten vier Tagen in dem Industriekomplex 23 Geiseln – die meisten von ihnen Ausländer – und 32 Kidnapper getötet. Mehr als 800 Menschen überlebten die Tat.

Die Täter mit Verbindungen zu Al Kaida hatten den Industriekomplex in der Sahara am Mittwoch überfallen. Internationales Medienecho war ihnen sicher, da dort viele Ausländer für Großkonzerne aus Großbritannien, Norwegen und Japan arbeiten.

Die algerische Armee griff an diesem Samstag zum zweiten Mal ein, als die islamistischen Kidnapper anfingen, die letzten Geiseln hinzurichten. Beim ersten Militäreinsatz war Hunderten Menschen die Flucht gelungen.

Mit ihrer Tat wollten die schwer bewaffneten Geiselnehmer den französischen Militäreinsatz in Mali stoppen.
Viele ausländische Regierungen kritisierten, das gewaltsame Vorgehen der Armee sei nicht abgesprochen gewesen.

“Die Krise musste schnellstmöglichst beendet werden, damit man nicht auf Zwänge der Staaten reagieren muss, aus denen die Geiselnehmer stammten,” erklärt die Nordafrika-Expertin Agnès Levallois. “Aber auch aus wirtschaftlichen Gründen, weil Gaslieferungen nicht mehr möglich waren und dann, um jede Terrorgruppe abzuschrecken, die irgendwo in Algerien ähnliches plant.”

Während sich die meisten algerischen Soldaten aus In Amenas zurückziehen, werden auf dem Gasfeld die letzten Sprengsätze entschärft.