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Warten auf Nachschub für Soldaten in Mali

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Warten auf Nachschub für Soldaten in Mali

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In Mali sind Islamisten vor französischen Luftangriffen aus Diabali geflohen. Sie hatten die Stadt knapp eine Woche lang unter ihrer Kontrolle. Nun wird Diabali von Soldaten abgesichert.

Im Kampf gegen die Islamisten heißt es in Mali noch: Abwarten. Es fehlt bisher an breiter militärischer Hilfe. 3000 Soldaten aus Nachbarstaaten sollen das französische und malische Militär vor Ort unterstützen, um den Norden von den islamischen Rebellen zurückzuerobern. Diese wollen dort einen Gottesstaat errichten.

Viele Menschen haben sich vor ihnen in Flüchtlingslagern in Sicherheit gebracht. Sie berichten von Massenvergewaltigungen.

Houyekouti Maiga aus Nordmali machte schlimmes durch: “Die Islamisten nehmen sich Gruppen von Mädchen und Frauen vor und vergewaltigen sie. Dann bringen sie sie zurück und machen das gleiche mit der nächsten Gruppe. Deswegen bin ich mit meiner Tochter aus Gao weggegangen und nach Sevare gekommen.”

Die Vereinten Nationen rechnen für die kommenden Monate mit bis zu 700.000 Flüchtlingen in Mali.
Das Land hatte früher eine der stabilsten Demokratien in Afrika. Dann kam es im März zu einem Staatsstreich in Bamako, der auch dazu beitrug, dass die Islamisten den Norden unter ihre Kontrolle brachten.