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Algeriens Regierungschef: Eine Operation in "extrem schwierigem Gelände"

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Algeriens Regierungschef: Eine Operation in "extrem schwierigem Gelände"

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Eine internationale Angelegenheit war der Überfall auf die Gasförderanlage In Amenas – mit Angreifern aus neun Ländern und Opfern aus neun Ländern. Das betonte Algeriens Ministerpräsident Abdelmalek Sellal in einer ersten offiziellen und immer noch vorläufigen Bilanz.

In Zahlen:

29 Islamisten seien bei den Einsätzen der
algerischen Armee getötet, drei gefangen worden.
Gleichzeitig seien 37 ausländische Geiseln und ein Algerier umgekommen. Sieben Leichen seien noch nicht identifiziert.

Abdelmalek Sellal, algerischer Ministerpräsident:

“Das Betriebsgelände in In Amenas erstreckt sich über 4 Hektar, nur für das alltägliche Leben. Dazu kommen 10 Hektar Fläche für den Gas-Komplex. Das ist ein extrem schwieriges Gelände, auch wenn Spezialeinheiten der Armee intervenieren….
Es waren 32 Terroristen, zu fast einem Drittel Algerier. Der Rest kommt aus acht verschiedenen Ländern, darunter Tunesien, Ägypten, Mali, Nigeria, dazu einige Kanadier und Mauretanier.”

Am Mittwoch hatten die Geiselnehmer das Gasfeld in der Sahara überfallen. Die algerische Armee besetzte das Gelände im zweiten Anlauf am Samstag. Der algerische Dschihadist Mokhtar Belmokhtar hat im Namen von Al Kaida die Verantwortung für die Aktion übernommen.

Auf der Gasförderanlage von In Amenas waren nach letzten Angaben knapp 790 Menschen beschäftigt, darunter 134 Ausländer aus 26 Nationen.

Mit Reuters, dpa