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Geiseldrama: Der Albtraum von In Amenas

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Geiseldrama: Der Albtraum von In Amenas

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Der algerische Ministerpräsident Abdelmalek Sellal wird sich heute bei einer Pressekonferenz zum blutigen Geiseldrama in der Wüste äußern. Mindestens 80 Menschen kamen ums Leben und die Zahl der Opfer könnte noch steigen.

Minoru Kuichi, Japans stellvertretender Außenminister, reiste nach In Amenas. Unter den Vermissten sind nach Angaben der japanischen Ingenieursfirma JGC Corporation auch zehn Japaner. Es könnte sein, dass sie verletzt wurden und in einem Krankenhaus liegen.

Allmählich kommt heraus, was die Geiseln durchgemacht haben. Ein Japaner erzählt, wie die Islamisten vor seinen Augen zwei Geiseln erschossen. Er habe gedacht, seine letzte Stunde habe geschlagen.

Auch der Brite Alan Wright stand Todesängste aus. Ihm und seinen Kollegen gelang es zu fliehen. Doch in der Wüste wurden sie von bewaffneten Männern aufgegriffen. Als diese die Ausländer von den Algeriern trennten, bekam er es mit der Angst zu tun. Er dachte, er sei wieder in der Hand der Islamisten. Es sei schrecklich gewesen. Erst später stellte sich heraus, dass es sich bei den Männern um algerische Sicherheitskräfte handelte.

Mittlerweile ist Wright wieder zu Hause bei seiner Familie. Er will den Albtraum von In Amenas so schnell wie möglich hinter sich lassen.