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Nach Niedersachsenwahl: Merkel ist traurig

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Nach Niedersachsenwahl: Merkel ist traurig

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Nach dem hauchdünnen Wahlsieg von SPD und Grünen bei der Landtagswahl in Niedersachsen, sieht sich das Bündnis der deutschen Oppositionsparteien im Auftrieb. SPD-Chef Sigmar Gabriel hofft den Erfolg von Hannover bei der Bundestagswahl im Herbst zu wiederholen.

“Fünf CDU-Ministerpräsidenten sind nicht mehr im Amt, zwölf Wahlen ohne Mehrheit für die Kanzlerin – Ich glaube, was man heute klar sagen kann: Die Bundestagswahl, liebe Freundinnen und Freunde, sie ist offen. Wir werden kämpfen, wir werden das Politikkonzept von unten aus Niedersachsen auch in Deutschland anwenden und wir haben eine Riesenchance, mit Peer Steinbrück als Kanzler, im Bündnis mit den Grünen 2013 auch zu einem Richtungswechsel in Berlin beizutragen und ihn zu schaffen. Vielen Dank allen, die daran mitarbeiten wollen”, sagte Gabriel nach den Beratungen der SPD-Spitzengremien am Montag in Berlin.

Die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einer schmerzlichen Niederlage. Nach dem guten Abschneiden der FDP erübrige sich im Herbst besondere Schützenhilfe für den Koalitionspartner. “Ich will da auch gar nicht drumrum reden. Gerade nach so einem Wechselbad der Gefühle schmerzt eine Niederlage natürlich umso mehr. Und insofern waren wir heute einfach auch ein Stück weit alle traurig”, sagte Merkel und fügte lapidar an, “heute wurde im Bundesvorstand richtigerweise gesagt ‘Wir haben schon ganz anders verloren’.”

Auch wenn die Niederlage in Niedersachsen nur kanpp war, ihre Auswirkungen im Bundesrat sind dramatisch. Dort hat das Linke Lager nun eine absolute Mehrheit. Die SPD kündigte bereits an, die schwarz-gelbe Bundesregierung vor sich her zu treiben.