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Arbeitslosigkeit steigt in aller Welt bedenklich an

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Arbeitslosigkeit steigt in aller Welt bedenklich an

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Lange Schlangen vor den Jobcentern: Nicht nur in Spanien ein mittlerweile allzu vertrautes Bild. In vielen europäischen Staaten ist die Lage am Arbeitsmarkt derzeit besonders kritisch, aber auch weltweit schlagen Experten inzwischen Alarm. Laut der Arbeitsorganisation Ilo haben seit Beginn der Wirtschaftskrise 28 Millionen Menschen ihre Stelle verloren. “Arbeitslosigkeit ist typischerweise ein zeitverzögerter Indikator”, meint der Ilo-Chefvolkswirt Peter Vanden Houte. “Da das Wachstum wahrscheinlich in Europa bis zum zweiten Quartal 2013 schwach bleiben wird, ist zu erwarten, dass die Arbeitslosenzahlen im Lauf des Jahres weiter nach oben gehen.”

Die Zahlen sind beunruhigend: Seit 2007 steigt die Zahl der Erwerbslosen weltweit deutlich an – und dieser Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen. Für 2013 erwarten die Experten, dass die Zahl der Arbeitslosen um fünf Millionen steigt, 2014 wird ein Plus von weiteren drei Millionen erwartet.

Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit macht Okönomen und Politikern Kopfzerbrechen. Ob in Japan, in Südeuropa oder in den USA: Gerade junge Menschen haben es auf dem Arbeitsmarkt immer schwerer. Viele geraten laut dem Ilo-Bericht gleich am Beginn ihres Berufslebens in die Langzeitarbeitslosigkeit – eine Entwicklung, die es bei früheren wirtschaftlichen Abschwüngen nicht gegeben habe, heißt es. Mehr als ein Drittel der jungen Menschen in den Industriestaaten hat demnach ein halbes Jahr oder länger keinen Job.

Weltweit haben derzeit rund 74 Millionen der unter 25-Jährigen keine Arbeit, Tendenz steigend. Experten geben dabei zu bedenken, dass durch die Erwerbslosigkeit die beruflichen und sozialen Fähigkeiten der Jugendlichen zu verkümmern drohen. Und immer mehr Menschen, Jugendliche wie auch Ältere, geben die Hoffnung auf einen Arbeitsplatz ganz auf: Knapp 40 Millionen Erwerbslose sind aufgrund der schwierigen Lage und der schlechten Prognosen so frustriert, dass sie gar nicht mehr nach einem Job suchen.