Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Israel wählt - jeder Fünfte bis zuletzt unentschlossen


Israel

Israel wählt - jeder Fünfte bis zuletzt unentschlossen

Knapp sechs Millionen Israelis haben am 22. Januar die Wahl zwischen 34 Parteien und Listen für ihr neues Parlament.

Umfragen sehen das rechtsorientierte Bündnis Likud-Israel Beitenu unter Führung des
Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vorn – und damit wenig Bewegung im Nahost-Friedensprozess.

Selbst mit dem wichtigsten Verbündeten USA gibt es immer wieder Kontroversen über die Siedlungspolitik und die
festgefahrenen Friedensgespräche.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu:

“Ich appelliere an jeden einzelnen Bürger an der Wahlurne: Entscheiden Sie, wofür Sie stimmen wollen – für eine gespaltenes und schwaches Israel oder für ein geeintes und starkes Israel. Ich habe keinen Zweifel, dass viele, viele Menschen in letzter Minute beschließen, sich einzureihen hinter Likud-Israel Beitenu.”

Als Stimmungsbarometer gilt das Abschneiden von Naftali Bennett. Der High-Tech-Millionär will keinen Palästinenserstaat, dafür die Annexion großer Teile des Westjordanlandes.

Naftali Bennett, Partei Das Jüdische Haus (Habait Hajehudi):

“Ich bete zu Gott, gib mir die Kraft, ganz Israel zu vereinen und Israels jüdische Seele wiederherzustellen.”

Das Mitte-Links-Spektrum ist zerplittert: Die sozialdemokratische Arbeitspartei könnte die zweitgrößte Fraktion werden – sie hat ein Bündnis mit Netanjahu kategorisch ausgeschlossen.
Daneben stehen noch zwei Neugründungen zur Wahl, unter anderem von Ex-Außenministerin Zipi Livni.

Spannend: Jeder fünfte Wähler war noch bis zuletzt unentschlossen, welcher Partei er seine Stimme gibt.

Mit Reuters, dpa

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Französisch-malischer Konvoi rückt in Dibaly ein