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Israel wählt vorzeitig ein neues Parlament

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Israel wählt vorzeitig ein neues Parlament

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Israel wählt ein neues Parlament. Regierungschef Benjamin Netanjahu hat aber gute Chancen, sein Amt zu behalten.

Das Bündnis seines Likud mit der Partei “Unser Haus Israel” büßt laut Umfragen zwar stark ein, bleibt demnach aber stärkste Kraft. Mit weiteren religiösen und konservativen Parteien wäre im Parlament eine knappe Mehrheit der 120 Sitze möglich.

Auch der neue Aufsteiger in Israels Politik könnte dabeisein: Der Internetmillionär Naftali Bennett, der die Siedlerpartei “Jüdisches Heim” führt. Er kommt an sich aus dem Likud-Lager, dem er nun auch die Stimmen wegnimmt.

Das linke Lager in Israel ist zerstritten; nichts deutet darauf hin, dass es Netanjahu bei dieser Wahl entmachten könnte – auch nicht die erfahrene Zipi Livni mit ihrer neugegründeten Partei “Die Bewegung”.

Ein konservativ-religiöses Bündnis würde zum Beispiel den Siedlungsbau auf Palästinenserland vorantreiben – wie es zum Beispiel eine Kernforderung Bennetts ist. Ein Friede mit den Palästinensern würde in noch weitere Ferne rücken – möglicherweise haben aber auch viele Israelis daran gar kein Interesse mehr, sondern richten sich mit ihren Sicherheitsmaßnahmen im Hier und Jetzt ein.