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"Rebellen in Mali versuchen, Rekruten mit Geld zu kaufen"

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"Rebellen in Mali versuchen, Rekruten mit Geld zu kaufen"

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Die malischen und französischen Truppen rücken weiter nach Nord-Mali vor. Die französische Luftwaffe griff laut Agenturberichten eine Kommandozentrale der Al-Kaida im Magreb in Timbuktu an. Tags zuvor hatten die Soldaten unter anderem die Stadt Diabali 350 Kilometer nördlich der Haupstadt Bamako eingenommen, die eine Woche zuvor von den Dschihadisten besetzt worden war.

“Die Einnahme Diabalis hat den französischen Truppen erlaubt, ihre Nordwestflanke zu schützen”, erklärt unser Reporter in Mali. “Ohne diesen Schutz wäre kein weiteres Vorrücken gen Norden möglich gewesen. Das Risiko einer Rebellenoperation von Diabali aus gegen die Soldaten wäre zu groß gewesen. Auch Soldaten aus dem Tschad sind inzwischen in Mali eingetroffen. Sie sind sehr erfahren im Kampf in der Wüste, und das ist ein wichtiger Vorteil gegenüber den Rebellen oder Dschihadisten, die sich auf bekanntem Terrain befinden. Es bleibt aber das Risiko, dass die militärischen Siege zu Racheakten führen. Ein Bewohner von Diabali erzählte mir, dass sein Bruder von einem Nachbarn bei den Rebellen denunziert worden sei. Seitdem habe er ihn nicht mehr gesehen. Die Rebellen, das haben mir verschiedene Bewohner bestätigt, bieten den Leuten Geld an, damit sie sich ihnen anschließen.”