Eilmeldung

Eilmeldung

Chance auf einen Wandel? Keine klaren Mehrheiten in Israel

Sie lesen gerade:

Chance auf einen Wandel? Keine klaren Mehrheiten in Israel

Schriftgrösse Aa Aa

Das überraschend gute Abschneiden der Zukunftspartei und des linken Lagers ingesamt ist an diesem Mittwoch Thema Nummer eins in Israel. Politikforscher sehen in dem Votum auch ein Zeichen der Politikverdrossenheit insgesamt und der Unzufriedenheit mit den alteingesessenen Politikern.

Jair Lapid von der Zukunftspartei hat nach Auffassung der Wahlbeobachter vor allem Anklang bei der wirtschaftlich unzufriedenen Mittelschicht gefunden. Sie hat von Ultranationalisten und Ultrareligiösen offenbar genug.

“Es ist jetzt die Gelegenheit für die Regierung, den übermäßigen Einfluss der religiösen Parteien zu eliminieren. Dem Ministerpräsidenten ist gezeigt worden, dass er kein so starkes Mandat hat, dass ihn die Leute aber immer noch als Regierungschef wollen”, analysiert ein Wähler.

“Mit Gottes Hilfe werden die Linke und die (ultrareligiöse) Schas-Partei stärker werden und es wird einen echten Wechsel für die Menschen in Israel geben. Es geht darum, den Kapitalismus niederzubringen, es ist Zeit, dass wir bezahlbaren Wohnraum für jeden haben”, meint ein anderer.

Denn viele Wähler nahmen Benjamin Netanjahu übel, dass er sich im Wahlkampf mehr mit Außen- und Sicherheitspolitik beschäftigte als mit den wirtschaftlichen und sozialen Problemen, die ihnen am meisten Sorgen bereiten.