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Geteilte Reaktion auf Camerons Pläne

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Geteilte Reaktion auf Camerons Pläne

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In Teilen der EU sorgte die Rede Camerons für Irritationen. Vor allem bei den mit der Integration befassten Institutionen kam die Rede nicht gut an. Der Präsident des Europaparlamentes glaubt, dass der britische Ministerpräsident bei der Auseinandersetzung mit Brüssel unter die Räder kommen wird.

“Das könnte eher der Anfang vom Ende Camerons sein. Ich hab’ auch den Eindruck ist, dass diese Rede sich mehr an die Tories wendet als an die EU. Also ein Premierminister, der sagt, ich halte ein Referendum ab, aber erst nach der nächsten Wahl, der hat ja die nächste Wahl im Auge und nicht das Referendum, so dass das sehr unglaubwürdig ist, was Herr Cameron da macht”, glaubt Martin Schulz.

Während die Niederlande zu den Staaten gehören, die erklärten, sie unterstützten durchaus Camerons Reformvorschläge, riet die deutsche Kanzlerin zum Kompromiss. “Wenn es darum geht, einzelne Interessen durchzusetzen, dann hat natürlich jeder Mitgliedsstaat der Europäischen Union seine Interessen, und Europa bedeutet auch immer, dass man faire Kompromisse finden muss. In diesem Rahmen sind wir natürlich bereit, auch über britische Wünsche zu sprechen, aber man muss immer im Auge haben, dass andere Länder auch andere Wünsche haben. Und wir müssen zum Schluss auch immer einen fairen Kompromiss finden”, meinte Angela Merkel.

Harte Töne kommen dagegen aus Paris. In einem Radiointerview legt Außenminister Laurent Fabius den Briten indirekt den Austritt aus der Union nahe:

“Wir können kein Europa a la carte haben. Ich werde mal einen Vergleich verwenden, den unsere britischen Freunde sehr gut verstehen. Nehmen wir an Europa sei ein Fußballclub. Man kann nicht dem Fußballclub beitreten und dann sagen, lasst uns Rugby spielen”, erklärte Fabius.