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Nach Israel-Wahl: Kaum Erwartungen bei Palästinensern

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Nach Israel-Wahl: Kaum Erwartungen bei Palästinensern

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Womit die Palästinenser nun, nach der Wahl dort,
von israelischer Seite rechnen können, ist ungewiss.
Sicher hilft ihnen aber, dass ihre Erwartungen sowieso gering sind – nach Jahren, in denen ein Friedensprozess bestenfalls noch auf der Stelle tritt.

“Die werden noch mehr Siedlungen bauen und sich ausdehnen”, sagt ein junger Mann in Ramallah im Westjordanland. “Wie immer gibt das dann wieder mehr Probleme für die Palästinenser. Nichts Neues, alles wird bloß schlimmer.”

Auch die Politik reagiert skeptisch. Die politische Landschaft in Israel habe sich jetzt natürlich verändert, sagt Sami Abu Zuhri, Sprecher der islamistischen Hamasbewegung, die im Gazastreifen
herrscht: Trotzdem sei in den Parteiprogrammen klar, dass man weiter gegen die Palästinenser vorgehen und ihre Rechte ignorieren werde.

Allen Friedensgesprächen steht erst einmal der Bau von israelischen Siedlungen auf Palästinserland im Wege. Israel macht damit immer weiter – die Palästinenser aber sehen ihren ersehnten eigenen Staat samt eigener Hauptstadt dadurch in weite Ferne entschwinden.