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Agrarreform oder Reförmchen?

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Agrarreform oder Reförmchen?

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Es ist ein erster Schritt hin zu einer Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. Sagen die einen. Die anderen befürchten massive Kürzungen im Agrarhaushalt der EU. Der Agrarausschuss des Europaparlaments stimmte für eine Begrenzung der Hilfen für große Landwirtschaftsbetriebe. Ab 2014 sollen diese 300 000 Euro pro Jahr nicht überschreiten. Paolo de Castro, Vorsitzender des Agrar-Ausschusses, verteidigte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Politik in einer globalisierten Welt: Die Verfügbarkeit von Lebensmitteln sei nicht mehr so sicher wie früher. In den USA, in Japan und in den meisten Staaten der Welt werde diese Politik unterstützt, es sei die der Zukunft.
Öko-Auflagen – so die Kritiker – haben nicht mehr Vorrang. Verstoßen die Bauern dagegen, verlieren sie künftig nicht die gesamten Direktzahlungen, sondern nur 30 Prozent. “Die Reform steht in engem Zusammenhang mit dem nächsten EU-Haushalt”, so unsere Korrespondentin Margherita Sforza. “Werden die massiven Agrar-Subventionen gekürzt, wirkt sich das auf Ökologisierung der Landwirtschaft negativ aus.”