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Cameron stößt europäische Partner vor den Kopf

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Cameron stößt europäische Partner vor den Kopf

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Auf die Ankündigung des britischen Premierministers David Cameron, über einen Verbleib seines Landes in der EU abstimmen zu lassen, hagelt es teils heftige Kritik. Frankreichs Präsident François Hollande schloss aus, sich von den Plänen erpressen zu lassen. Außenminister Laurent Fabius sagte, man könnte nicht einem Fußballverein beitreten, um dann Rugby zu spielen.

Gemäßigtere Töne aus Berlin: Außenminister Guido Westerwelle meinte, sie alle teilten die Vision eines besseren Europas. Es müsse ein neues gemeinsames Bekenntnis geben. Nicht alles müsse in oder von Brüssel entschieden werden. “Aber eine Politik des Rosinenpickens wird nicht funktionieren.”

Auch Italiens Ministerpräsident Mario Monti sieht Anzeichen für eine Vertrauenskrise in der EU, meint aber, auch eine unbeliebte Europapolitik könne auf Unterstützung stoßen, wenn sie einfach erklärt werde. Monti ist davon überzeugt, dass sich die Briten bei einem Volksentscheid dafür entscheiden, in der EU zu bleiben. Brüssel brauche überzeugte Europäer.

In Großbritannien sind die Reaktionen gemischt. Die Laborpartei warnte Cameron vor einem gefährlichen Glücksspiel.

Umfragen zufolge sind in etwa gleich viele Briten für und gegen einen Verbleib ihres Landes in der EU.