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Davos: Kritiker verleihen "Auszeichnung" an Goldman Sachs und Shell

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Davos: Kritiker verleihen "Auszeichnung" an Goldman Sachs und Shell

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In Davos hat auch die deutsche Kanzlerin ihren Auftritt. Angela Merkel mahnt beim Weltwirtschaftsforum in der Schweiz, Europa dürfe bei seinen Reformbemühungen nicht nachlassen. Strukturveränderungen, sagt sie, fänden oft nur unter Druck statt; daher müsse man die heutige Krise nutzen, um morgen besser zu leben.

Auch Preise gibt es in Davos – Globalisierungsgegner
wollen damit außerhalb des Forums Profitgier und Umweltsünden anprangern. Der “Public-Eye”-Preis wird verliehen von Greenpeace und der Gruppe der
“Erklärung von Bern”. Er geht in diesem Jahr an den Ölkonzern Shell und an die Bank Goldman Sachs.

Der schlechte Ruf von Goldman Sachs habe ja seinen Grund, sagt der Jurist und Bankenfachmann William Black. Da fehle es einfach an Moral, und dann heiße es: Na klar haben wir unsere Kunden beschissen, und gleich morgen machen wir es wieder.

In der Begründung für die Preisvergabe heißt es, Goldman Sachs schrecke auch nicht vor Geschäften zurück, die ganze Staaten ruinierten, wie Griechenland – und an der Krise verdiene die Bank dann auch noch kräftig. Sie sei “einer der Hauptgewinner der Finanzkrise”.

Im Fall Shell stört die Preisverleiher, dass der Konzern die Rohstoffsuche in der Arktis vorantreibt.
Dabei sei das überhaupt erst möglich durch die schwindende Eisdecke, also “just dank den Auswirkungen des Klimawandels”.