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Euro-Zone: IWF rechnet mit weiterem Rezessions-Jahr

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Euro-Zone: IWF rechnet mit weiterem Rezessions-Jahr

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Trübe Aussichten für die Euro-Zone: Der Euro-Raum bleibt in der Rezession. Dies geht aus dem Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds hervor. Die Wirtschaftsleistung wird demnach um 0,2 Prozent schrumpfen. Ein Wachstum wird erst wieder für 2014 erwartet. Weltweit sieht die Lage dagegen besser aus: Für die globale Wirtschaft rechnet der IWF in diesem Jahr mit einem Wachstum von 3,5 Prozent. Zu den Risiken meint Jörg Decressin, Leiter der IWF Forschungsabteilung:

“Was die Risiken anbetrifft, so sehen wir verschiedene. Erstmals gibt es Risiken in Europa. Da gibt es kurzfristig das Risiko, das die breite Bevölkerung die sehr schweren Ajustierprogramme in den Peripherieländern vielleicht nicht so unterstützt wie man sich das erwartet. Und dann muss die Eurozone als Ganzes auch weiterhin an ihren Institutionen bauen. Und dort ist die grösste Priorität die Schaffung der sogenannten Bankenunion.“

Trotz der Risiken: Der IWF sieht erste Anzeichen für einen neuen Optimismus. Besonders die Finanzmärkte schöpften wieder neuen Mut, so Chef-Ökonom Olivier Blanchard. Der Euronews-Reporter betont: “Nach Ansicht des IWF darf der Optimismus der Finanzbranche nicht zu einer politischen Selbstgefälligkeit führen. Für Europa bedeute das: Es muss bei der Haushaltsdisziplin und bei den Strukturreformen liefern. Andernfalls ist die Wirtschaft des Kontinents erledigt.