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Wirtschaftsaustausch zwischen EU und Brasilien lahmt

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Wirtschaftsaustausch zwischen EU und Brasilien lahmt

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Brasilien und die EU wollen ihren Wirtschaftsbeziehungen neuen Schwung verleihen. Im vergangenen Jahr sanken die Importe der EU aus Brasilien um sieben Prozent, die EU-Investitionen in Brasilien gingen sogar um 28 Prozent zurück. Bei einem Gipfeltreffen in Brasilien sollen nun die Weichen für einen intensiveren Austausch gestellt werden. Zahlreiche europäische Unternehmen seien in Brasilien präsent, so die Präsidentin des Landes Dilma Rousseff, die Beziehungen seien strategisch wichtig. Doch es gibt Handelshemnisse auf beiden Seiten. Brasilien kritisiert zudem die Subventionen für die europäische Landwirtschaft. Mehr als 20 Prozent der Exporte Brasiliens gehen in die EU, die Ausfuhr der Europäer in das südamerikanische Land beträgt jedoch nur etwas mehr als zwei Prozent der gesamteuropäischen Exporte. Die größten Exporteure sind Deutschland, Frankreich und Italien. Trotz der wiederholten Verhandlungen gibt es kein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Wirtschaftsverbund Mercosur, zu dem auch Brasilien gehört. Das Thema Finanzkrise und Mercosur dürfte am Wochenende auch in Santiago de Chile eine Rolle spielen. Dort findet der erste Gipfel der EU und der Länder Lateinamerikas und der Karibik statt.