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EU-Politprominenz pilgert in die Wachstumsregion Süd- und Mittelamerika

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EU-Politprominenz pilgert in die Wachstumsregion Süd- und Mittelamerika

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“Willkommen in einer besseren Welt”, sagte der chilenische Präsident Sebastián Piñera mit einem leicht mitleidigen Unterton zu seinen Gästen aus Europa. Während auf den Straßen Mapuche-Indianer das Land ihrer Vorfahren zurückforderten, lud Piñera zum Gipfel der Mittel- und Südamerikanischen Staaten (CELAC) mit der EU – ein 60-Staaten-Treffen.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy machte als Repräsentant der schrumpfenden EU-Wirtschaft gute Miene zu Piñeras Kommentar – die Wirtschaft Mittel- und Südamerikas legte 2012 gut 3 Prozent zu. “Wir nehmen`s mit Humor”, grinste Rajoy.

Europas Staats- und Regierungschef geben sich in Santiago die Klinke in die Hand – auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel steht auf der Gästeliste.

Im Jahr 2011 investierten EU-Unternehmer mehr als 470 Milliarden Euro in den sogenannten Celac-Staaten – das ist mehr als in Russland, China und Indien zusammen.

Auch Kubas Präsident Raul Castro ist interessiert – die EU-Vertreter wollen vor allem ungehinderten Marktzugang und mehr Rechtssicherheit für europäische Investoren gegen Verstaatlichungen, etwa in Argentinien, Bolivien und Ecuador.

Mit AFP, dpa, EFE