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Gewalt nach Todesurteilen in Port Said

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Gewalt nach Todesurteilen in Port Said

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Nach der Verkündung von 21 Todesurteilen gegen Anhänger eines Fußballvereins in Port Said ist es zu schweren Ausschreitungen in der ägyptischen Stadt gekommen. Mindestens 22 Menschen starben, 200 wurden verletzt.

Die zum Tode Verurteilten sind Fans des örtlichen Klubs Al-Masri. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie für den Tod von 74 Menschen bei Fußballkrawallen vor einem Jahr verantwortlich sind.

Die Unterstützer des rivalisierenden Fußballvereins “Al-Ahli” in Kairo freuten sich über die Entscheidung in Port Said.

Die ägyptische Justiz muss sich nun allerdings den Vorwurf der politisch beeinflussten Rechtsprechung gefallen lassen: Mit den harten Urteilen gegen die Al-Masri-Fans habe der Richter Stellung für den anderen Klub bezogen, der eine wichtige Rolle beim Fall des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak gespielt hatte, so Kritiker.

Am 1. Februar 2012 hatten mit Flaschen, Steinen, Messern und Pistolen bewaffnete Al-Masri-Fans in Port Said die Profis von Al-Ahli und ihre
Anhänger gehetzt. 74 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt.