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Ägypten: Neue Gewalt nach Todesurteilen gegen Fußballfans

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Ägypten: Neue Gewalt nach Todesurteilen gegen Fußballfans

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Ägypten droht erneut in Gewalt zu versinken: Nach den Ausschreitungen zum zweiten Jahrestag der Revolution, kam es am Samstag abermals zu schweren Krawallen. Auslöser waren 21 Todesurteile wegen der Fußballtragödie von Port Said. In der Stadt versuchten daraufhin zahlreiche Menschen, die Verurteilten aus dem Gefängnis zu befreien. Es kam zu heftigen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften, mindestens 32 Menschen kamen ums Leben. Vor gut einem Jahr starben im Fußballstadion in Port Said 74 Menschen. Fans des Gastgebervereins Al-Masri waren damals auf Anhänger des Kairoer Vereins Al Ahli losgegangen.

Ein junger Mann in Port Said meint: “Kein Zweifel, die Sicherheitskräfte haben geschossen, um zu töten. Die wollen jeden umbringen, der ihnen über den Weg läuft. Und ein anderer ergänzt: “Vor zwei Tagen wurden Polizisten in der Kaser al ain Straße geschlagen und niemand hat geschossen. Warum tun sie es jetzt? Warum schießen sie mit scharfer Munition? Sie tun es für Präsident Mursi und die Al Ahly Fans.”

Präsident Mohammed Mursi entsandte unterdessen die Armee, um in Port Said für Ruhe zu sorgen. Die Regierung denkt darüber nach, den Notstand auszurufen. “Eine riesige Wut entlud sich in Port Said, als das Gericht seine Entscheidung bekannt gab, hinsichtlich der Ereignisse vom vergangenen Jahr”, so der Euronews-Reporter. “Die Leute hier fühlen sich als die Sündenböcke politischer Kämpfe, die nichts mit ihnen zu tun haben.”