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AKW Belene: Referendum gescheitert

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AKW Belene: Referendum gescheitert

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“Stell Dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin”… So ähnlich ist die Volksabstimmung über den Bau des Atomkraftwerks Belene in Bulgarien abgelaufen. Auf höchstens 20 Prozent beläuft sich die Wahlbeteiligung. Damit ist das Referendum bedeutungslos. 60 Prozent wären nötig gewesen.

Jetzt muss das Parlament entscheiden. Eigentlich läuft alles nach Plan für die Regierung, denn sie hat kein Interesse an Belene, will lieber das alte AKW Kosloduj weiter ausbauen. Die Sozialisten, die für den Bau von Belene sind, hätten ihr eigenes Projekt in den Sand gesetzt, weil sie auf dem Referendum bestanden hätten, sagte Bulgariens Regierungschef Boiko Borrissow. Die Sozialisten warfen der Regierung vor, sie habe nichts gegen die von Schnee und Eis bedeckten Straßen getan, damit möglichst wenige zur Wahl gingen, und das Referendum so zum Scheitern verurteilt.