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Bombenangriffe auf Islamisten im Norden Malis

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Bombenangriffe auf Islamisten im Norden Malis

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In Mali haben malische und französische Truppen nach dem Einmarsch in der Stadt Gao die Stadt Kidal tief im Norden des Landes bombardiert. Ziel seien strategische Einrichtungen der Islamisten gewesen.

Seit April 2012 kontrollieren Islamisten den Norden Malis. Vor zwei Wochen hatte Frankreich einen Militäreinsatz in seiner früheren Kolonie begonnen, um ihren Vormarsch zu stoppen.

Die Bomben auf Kidal zerstörten offenbar das Haus eines Islamisten-Führers, Iyad Ghaly – ein Anführer der Tuareg-Rebellion in den 1990er Jahren und heute an der Spitze von
“Ansar Dine” („Unterstützer des Glaubens“). Diese Kampfgruppe hatte Mitte 2012 die Tuareg-Organisation MNLA aus den Städten in Norden Malis vertrieben und dort islamisches Recht durchgesetzt.

Nächstes Ziel der französisch-malischen Offensive könnte die Wüstenstadt Timbuktu sein.

Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas beschloss, die malische Armee mit mehr als doppelt so vielen Soldaten zu unterstützen wie geplant – 7.700.

Frankreich hat inzwischen 2.500 Soldaten nach Mali geschickt.

Deutschland, bisher mit zwei Transportflugzeugen dabei, will den Mali-Einsatz nach Medienberichten nun auch mit Ausrüstung unterstützen: Lastwagen, Uniformen und Stiefel.

Vor Waffenlieferungen müssten die afrikanischen Soldaten erst entsprechend ausgebildet sein.

Bis 2012 hatten die USA malische Truppen für den Kampf gegen Islamisten ausgebildet. Viele dieser Soldaten, vor allem Tuareg, waren jedoch anschließend zu den Separatisten im Norden
übergelaufen.

Mit AFP, dpa