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30.Januar, Kuweit: Geberkonferenz für syrische Flüchtlinge

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30.Januar, Kuweit: Geberkonferenz für syrische Flüchtlinge

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Zaatari ist eines der Lager für Flüchtlinge aus Syrien im benachbarten Königreich Jordanien. Dort verzeichnet man gerade einen traurigen Rekord: Seit Jahresbeginn kamen 30.000 geflohene Syrer an, mehr als je zuvor in einem einzigen Monat Seit 22 Monaten tobt der Bürgerkrieg in Syrien.

Aussicht auf ein Ende? Fehlanzeige! Dafür werden die Lebensbedingungen der entwurzelten Syrer immer schlimmer. Trotz internationaler Hilfe.
Jordanien – ein Land mit 6 Millionen Einwohnern – hat bereits 320.000 Flüchtlinge aufgenommen, das ist ungefähr die Hälfte aller geflohenen Syrer. Also auf knapp 20 Jordanier kommt ein Flüchtling. Mehr als 60 000 davon campieren im Lager Zaatari. Großfamilien wurden bei Flucht und Vertreibung auseinandergerissen, wie die von Abu Hamid. Von einem Teil seiner Familie fehlt jede Nachricht.

Er berichtet, wie sie unter Granatbeschuß ihren Heimatort Deraa panikartig verließen. Einige Kinder, so hofft er, könnten es nach Libanon geschafft haben. Andere sind nicht aus Syrien herausgekommen. Nur die ganz kleinen Kinder sind hier bei ihm und seiner Frau. Sie haben im Lager nur ein Zeltdach über dem Kopf. Und ausgerechnet dieser Winter kommt auch im Nahen Osten mit extremer Kälte daher. Nach Syrien zurück führt derzeit kein Weg, sagt eine Mutter von sechs Kindern. Dort sei die Situation für die Kinder noch schlimmer. Da komme zur Kälte noch Hunger, Zerstörung und die ständigen Schießereien. Man müsse sich eben hier irgendwie einrichten. Es dürfte demnächst noch enger werden in den Zelten des UN-Flüchtlings-Hilfswerks. Auf eine Million einhunderttausend Menschen könnte nach Einschätzung der UN-Experten der Flüchtlingsstrom aus Syrien bis Juni anschwellen, in die vier Nachbarländer Libanon, Irak, Jordanien und Türkei.

Eine Delegation der Arabischen Liga hat sich am Wochenende in Lagern im Libanon umgesehen. Auch diese Politiker haben keine Hoffnung auf ein baldiges Ende der Flüchtlingstrecks. Faiqa Saleh von der Arabischen Liga ist entsetzt vom Leid, das sie gesehen hat. Das wird sie am 30. Januar auf einer Tagung der Liga in Kuweit vortragen – zusammen mit der klaren Einschätzung, es werde ganz schnell mehr Geld für die Versorgung der Flüchtlinge gebraucht. 1,5 Milliarden Dollar sollten die Geberländer in Kuweit bereitstellen.