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Ägypten kommt nicht zur Ruhe

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Ägypten kommt nicht zur Ruhe

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In der Nacht wurden die Krawalle in mehreren Städten fortgesetzt, darunter auch in der Hauptstadt Kairo. Demonstranten setzte Polizeiwagen in Brand.

In den vergangenen fünf Tagen kamen bei Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten mindestens 50 Menschen ums Leben. Hunderte Menschen wurden verletzt.

Präsident Mohammed Mursi verhängte für drei Städte am Suez-Kanal eine 30-tägige nächtliche Ausgangssperre. Hunderte Demonstranten ignorierten diese.

Mursi rief die Opposition zudem zum Dialog auf, doch die lehnte das Angebot ab. Oppositionsführer und Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei forderte, der Staatschef müsse zuerst die Verantwortung für das Blutvergießen übernehmen. “Der Dialog, zu dem der Präsident aufgerufen hat, ist ohne jede Substanz. Wir sind für Verhandlungen mit einer echten Agenda und einem echten Fahrplan offen.”

Auch in Suez war es zu Ausschreitungen gekommen. Die Armee postierte Truppen und Panzer in der Stadt. Zur Wiederherstellung der Ruhe im Land will Mursi nun verstärkt das Militär einsetzen.