Eilmeldung

Eilmeldung

Ägypten: Trotz Ausnahmezustand weiter Krawalle

Sie lesen gerade:

Ägypten: Trotz Ausnahmezustand weiter Krawalle

Schriftgrösse Aa Aa

Auch nach der Verhängung des Ausnahmezustandes über drei ägyptische Provinzen bleibt die Lage angespannt. In Kairo kam es auch am Morgen wieder zu Ausschreitungen. Nachdem am Wochenende bei Krawallen mehrere Dutzend Menschen getötet und hunderte verletzt worden waren, hatte Staatspräsident Mohammed Mursi über drei Provinzen am Suez-Kanal den Ausnahmezustand verhängt. Wenn die Nation in Gefahr sei müsse er harte Maßnahmen ergreifen, sagte Mursi.

Mit dem Ausnahmezustand ist eine nächtliche Ausgangssperre verbunden. Beides gilt zunächst für 30 Tage. In den betroffenen Provinzen gab es unmittelbar nach Mursis Fernsehansprache erneut Demonstrationen.

“Der Ausnahmezustand verschiebt eine Entscheidung um 30 Tage. Warum macht er das? Was will Mursi in diesen 30 Tagen erreichen? Warum gilt er nicht in Kairo und Alexandria? Wovor hat er Angst? Warum in Suez? Es ist eine Schande, was er macht”, schimpft Demonstrant Chalid Badawi aus Suez.

Ausgelöst wurden die jüngsten Ausschreitungen durch die Todesurteile gegen Anhänger des Fußballklubs Al-Masri aus Port Said. Sie hatten Anhänger eines Kairoer Club nach einem Spiel zu Tode geprügelt.