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Island muss ausländische Anleger nicht entschädigen

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Island muss ausländische Anleger nicht entschädigen

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Island muss die britischen und niederländischen Sparer, die im Zuge des so genannten Icesave-Skandals leer ausgingen, nicht entschädigen.
Dies entschied der Gerichtshof der Europäischen Freihandelsassoziation in Luxemburg. Die Entscheidung werde dem wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes zugute kommen, so die Ministerpräsidentin Johanna Sigurdottir. Auch könnten die Ratingagenturen ihre Bewertungen verbessern. Während der Finanzkrise 2008 waren die drei führenden Banken binnen Tagen zusammengebrochen. Dazu zählte auch die Direktbank Icesave, bei der rund 400 000 Briten und Niederländer Konten hatten. Island übernahm damals die Inlandsgeschäfte der Banken und entschädigte die isländischen Sparer für ihre Verluste. Ausländische Anleger hingegen gingen zunächst leer aus, wurden später aber in ihren Heimatländern in voller Höhe entschädigt.

Seither fordern Großbritannien und die Niederlande eine Rückzahlung von Island, das ihnen rund 3,5 Milliarden Euro schuldet.